Slowakei: Steuern

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    Die Vorteile der Slowakei (geringe Gewinnbesteuerung, liberales Wirtschaftsrecht) sind eine gute Ergänzung zu jenen anderer Staaten. Zugimpex hilft Ihnen, die Vorteile der Schweiz, der Slowakei, Maltas und weiterer Staaten zu kombinieren. Wir kennen die Schritte, die nötig sind; mit unseren lokalen Büros erledigen wir alles aus einer Hand.

    Bitte beachten Sie, dass die Erteilung einer Mwst- Registrierung nach §4 seitens des Finanzamts restriktiv gehandhabt wird und einen Inlandsumsatz von 50.000 Euro erfordert. Die Registrierung nach §7a ist einfach möglich, damit kann ein Unternehmen zwar sofort Rechnungen ins Ausland ausstellen, jedoch ist die Vorteuer nicht absetzbar. Das bedeutet, wenn ein Unternehmen Dienstleistungen aus dem Ausland nach dem Reverse Charge System bezieht, entsteht eine Mwst- Pflicht, aber ohne Registrierung nach §4 ist kein Vorsteuerabzug zulässig, das Resultat ist eine Mehrwertsteuer von 20% auf die Kosten der Dienstleistungen, die zu zahlen ist. Aufgrund der Handhabung der Behörden ist für die Beantragung der Registrierung nach § 4 eine längere Vorlaufzeit und die Einbeziehung eines lokalen Spezialisten zu planen. Als Alternative sind Vorratsgesellschaften mit einer Mwst- Nummer nach § 4 verfügbar.

    Steuerrechtliche Vorteile:

    Die Steuer beträgt 21% für juristische Personen und zwischen 19% und 25% für natürliche Personen, und Selbständige haben die Möglichkeit, pauschal bis zu 20.000 Euro Kosten ohne Nachweis anzusetzen.

    Bei Kapitalgesellschaften werden hauptsächlich Unternehmensgewinne besteuert:  die Slowakei ist ein guter Standort für die Rückführung von Gewinnen oder in einer Sandwich- Position, solange die Gewinne nicht an Offshore Standorten entstehen. Seit 2017 kommt es zu einer 7% Besteuerung der Gewinnausschüttungen auf der Ebene der Gesellschafter in der Slowakei, aber es gibt Möglichkeiten, dies zu vermeiden. Da Gewinnausschüttungen meist im Wohnsitzstaat besteuert werden, kann eine Personengesellschaft eine gute Lösung sein.

    Interessante Möglichkeiten zur Bilanzpolitik: beispielsweise bei der Bewertung von Vorräten oder von offenen Forderungen. Diese Möglichkeit ergänzt sich gut mit der österreichischen Gruppenbesteuerung, nach der Verluste verbundener Gesellschaften Gewinne aus der Gruppe (z.B. Österreich) ausgleichen können.

    Einige der slowakischen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) beseitigen die Doppelbesteuerung nach der Befreiungsmethode, das heißt, dass im Ausland besteuerte Einkünfte von der slowakischen Steuer ausgenommen sind. In diesen Fällen ist eine Partnerschaft nützlich: Die Gewinne im anderen Land werden mit einem Steuersatz besteuert, der auf dem Gesamteinkommen basiert, und dies kann in beide Richtungen funktionieren: wenn es in einer Slowakei einen Verlust gibt, kann das Einkommen im anderen Land auf der Grundlage des Gesamteinkommens besteuert werden, somit wird dort die Basis niedriger oder Null. “Erwarte morgen, liefere heute”: Einige Kunden nutzen diese Option und ändern die Struktur in den Folgejahren, so dass der slowakische Verlust spätere slowakischen Gewinne ausgleichen kann (es gibt einige Einschränkungen), ohne sich auf dann das Einkommen im anderen Land auszuwirken

    Die Vorteile einer “s.r.o. & k.s.” (GmbH & Co KG):

    21% Steuer oft ohne Sozialversicherungspflicht für den Kommanditisten: (Erklärung: die Kommanditgesellschaft hat als persönlich haftenden Komplementär die s.r.o )

    Während in Ländern wie Österreich die Gesamt-Besteuerung des Eigentümers einer Kapitalgesellschaft 45,625% beträgt (25% Körperschaftsteuer+ 27,5% von 75% Kapitalertragsteuer), bleibt es bei einer Besteuerung von 21% + 0% oder 26.53% (25% Körperschaftsteuer+ 7% von 79% Steuer auf Ausschüttung), somit entsteht eine Einsparung zwischen 19,095% und 24,625% gegenüber Österreich.

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    Unternehmer, die Aktivitäten in die Slowakei verlagern, profitieren zusätzlich vom niedrigeren Lohn- und Preisniveau. Zusatzkosten entstehen durch den Progressionsvorbehalt in Österreich (für andere in Österreich erzielte Gewinne kommt ein höherer Steuersatz zur Geltung), Strukturkosten sowie Zusatzkosten für die Umstrukturierung. Ferner müssen alle Vorkehrungen getroffen werden, um reell zu agieren, eine Einstufung als Missbrauch zu vermeiden. Die k.s. sollte nicht vorwiegend passive Einkünfte haben, da sie sonst im Ausland als reines Finanzvehikel eingestuft wird. Weiters wird empfohlen, bei der Planung auch die Beitragspflichten der Sozialversicherung gemäss der EU-Richtlinie 883/2004 zu berücksichtigen.

    Bei Holding- Funktion: steuerfreier Empfang und Ausschüttung von Dividenden: eine GmbH (s.r.o), welche eine echte Substanz hat (feste Einrichtung, echte Funktion), kann im Rahmen der Mutter-Tochter Richtlinie Dividenen von einer Tochtergesellschaft aus einem anderen EU-Staat empfangen und innerhalb der Slowakei an eine operative k.s. (Kommanditgesellschaft) weiter leiten. Es gibt nach wie vor Möglichkeiten, weitere Besteuerung zu vermeiden, wenn die Gesellschafter einer er k.s. ihren Wohnsitz in einem Staat haben, der ein Doppelbesteuerungsabkommen mit der Slowakei hat.

    Bei den Dividenden, welche die s.r.o empfängt, bestehen derzeit kaum Beschränkungen des steuerfreien Empfangs auf Ausschüttungen aus Hochsteuerländern.

    Achtung bei Wohnsitz in einem anderen Staat: nur bei Unternehmensgewinnen slowakischer Unternehmen ist laut Art. 7 DBA das Besteuerungsrecht ausschliesslich der Slowakei zugewiesen. Dividenden, Zinsen und Gehälter an natürliche Personen sind hingegen am Wohnsitzstaat nach dem dortigen Tarif zu versteuern.

    Wenn die Slowakei gemäß der EU-Richtlinie 883/2004 das “Country of Competence” für die Sozialabgaben ist, sollte das persönliche Einkommen niedrig sein, da nicht alle Sozialbeiträge eine Obergrenze haben und somit 14% Beiträge für die Krankenversicherung teuer werden können. Daher werden Personen mit einem hohen Einkommen häufig in einem anderen Land beschäftigt und arbeiten in der Slowakei selbstständig.

    Gewinne einer k.s. werden am Wohnsitzstaat nicht frei gestellt, wenn der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung am Wohnsitzstaat ist, wenn die Gesellschaft keine betriebliche Tätigkeit ausübt oder wenn die k.s. Dividenden aus ausländischen Beteiligungen erhält, welche nicht ihrer funktionalen betrieblichen Tätigkeit dienen. (wir empfehlen daher für derartige Zwecke “sicherheitshalber” eine Kapitalgesellschaft als Tochter der k.s.) (siehe auch Auskunft des österreichischen BMF EAS 3010).

    Die nationalen Regelungen des Wohnsitzstaats definieren, wann der Gewinn einer k.s. dem Kommanditisten zugerechnet wird: während die Slowakei und andere Staaten den Gewinn im Jahr der Ausschüttung zuordnen, ist für andere Staaten das Jahr der Entstehung massgeblich. Daher empfehlen wir unterschiedliche Lösungen je nach Wohnsitz.

    Weitere Informationen und Doppelbesteuerungsabkommen: Downloads & Links

    (aktualisiert Mai 2018)