Malta: Steuern

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    ein Staat mit faszinierenden Rahmenbedingungen

    Malta wurde bei der Neugestaltung des Steuersystems von einer globalen Beratungsgesellschaft unterstützt, deren Know How ermöglichte, ein EU- kompatibles und dennoch wirtschaftsfreundliches Umfeld zu schaffen.

    5% effektive Steuer auf den Gewinn juristischer Personen, wenn diese im Eigentum von Personen stehen, die den Status Non-Resident oder den Status Resident ohne Domizil haben. Unternehmen zahlen vom Gewinn 35% Steuer, der Empfänger der Dividenden erhält eine Rückerstattung von 30% oder 6/7, wenn es sich um eine Kapitalgesellschaft handelt, deren wirtschaftlich Berechtigte nicht sowohl Wohnsitz als auch Domizil in Malta haben.

    Anwendung der Mutter-Tochter Richtlinie der EU, wonach unter Einhaltung bestimmter Rahmenbedingungen Dividenden aus einer Tochterfirma steuerfrei in der Mutterfirma empfangen werden können, auch grenzüberschreitend. Durch die Rückvergütung einer Dividendensteuer gilt diese als Dividende und sollte in der Mutterfirma steuerfrei gestellt sein. Liegt die Holding in einem Staat mit einer wenig berechenbaren Steuerverwaltung, kann eine Zwischenholding auf Malta zum Empfang und zur Weiterleitung der Steuerrückvergütungen eingerichtet werden. Eine Holding könnte in auch eine k.s. Struktur in der Slowakei sein, die eine Dividende von der Maltesischen Tochtergesellschaft steuerfrei empfangen kann. Private Eigentümer können dann legal eine steuerfreie Entnahme vornehmen, und sie können in vielen Staaten ausserhalb der Slowakei ihren Wohnsitz haben. Allerdings ist es wichtig, sicher zu stellen dass die Slowakische Gesellschaft eigene reelle Aktivitäten hat, damit Steuerbehörden in Drittländern die Struktur anerkennen und nicht als transparent werten.

    Das Konzept eines “Resident ohne Domicile” ermöglicht Steuervorteile: in der derzeitigen Rechtspraxis wird von Ausländern generell angenommen, dass sie ansässig, aber nicht in Malta domiziliert (beheimatet) sind (für ein Domizil gibt es 3 Gründe: von Geburt her, aus Abhängigkeit, wenn eine Ausländerin einen Maltesischen Mann heiratet, und als gewähltes Domizil, letzteres bedarf einer aktiven Deklaration).

    Residents ohne Domicile werden nur besteuert auf Einkommen, das in Malta entsteht, weiters auf Einkommen ausserhalb Maltas, das nach Malta gebracht wird, und auf Gewinne aus Immobilien in Malta. Vermögen wird nicht besteuert, und Residents ohne Domicile können Kapitalerträge ausserhalb Maltas empfangen und steuerfrei nach Malta bringen, weshalb getrennte Bankkonten für Kapital und Einkommen empfohlen werden. Einkommen, das ausserhalb von Malta erzielt wird und ausserhalb von Malta bleibt, ist nicht Grundlage für die Besteuerung (wenn Sie Ihr ausländisches Einkommen verwenden, um von einem Malteser eine Wohnung zu kaufen, bitten Sie diesen, im Ausland ein Konto zu eröffnen, dann bringt er das Geld nach Malta und nicht Sie). Jedoch werden Kapitalgewinne, die in Malta entstehen, bei netürlichen Personen mit Wohnsitz in Malta besteuert.

    Nach Maltesischem Recht kann auch ein Unternehmen den Status “Resident without Domicile” haben, steuerbar sind dann nur Einkommen, die in Malta erzielt oder nach Malta gebracht werden. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn eine Firma in Zypern registriert ist und “Management and Control” in Malta hat. So eine Struktur ist bei passiven Einkommen (Zinsen, Lizenzgebühren) nutzbar, die in Malta nicht versteuert werden, wenn sie nicht nach Malta gebracht werden, denn nach Maltesischem Recht entstehen passive Einkünfte dort, wo der Zahlende seinen Sitz hat.

    Ähnliche Möglichkeiten bietet eine Personengesellschaft, eine Stille Gesellschaft oder eine EWIV- Struktur.

    Nach dem “The Residence Programme Rules” für  Bürger der EU und der Schweiz und gemäss dem “Global Residence Programme” für Angehörige von Drittstaaten können Personen ihren Wohnsitz nach Malta verlegen und Steuervorteile nutzen, wenn sie Immobilien im Wert von 275000 € erwerben oder Immobilien im Wert von 9600 € pro Jahr mieten. Zusätzlich ist ein “Fit and Proper Test” erforderlich. Die Steuer auf Einkommen, das ausserhalb von Malta erzielt und nach Malta gebracht wird, beträgt dann 15%, wobei derzeit eine Mindeststeuer von 15000€ pro Jahr erhoben wird. Es gibt auch ein Programm für gut qualifizierte Individuen, die dann in Malta nur 15% Steuern auf ihr Einkommen, das sie in Malta erzielen, zahlen.

    Einfache Wohnsitzverlagerung: Malta ist Mitglied der EU, daher besteht ein Anspruch auf eine Aufenthaltsgenehmigung für EU-Bürger. Ausserdem wird innerhalb der EU eine Wegzugsbesteuerung nicht effektiv und man erhält rasch ein “Tax Residence Certificate”.

    Redomiciliation Regeln: in der Maltesischen Rechtsprechung ist es möglich, das Konzept “Residence ohne Domizil” auch auf juristische Personen anzuwenden. Wenn eine ausländische Firma (z.B. Offshore) ihr Domizil nach Malta verlegt, ermöglicht dies verschiedene steuerrechtliche Vorteile, weil eine beschränkte Steuerpflicht besteht und somit Gewinne ausserhalb Maltas in Malta nicht steuerpflichtig sind. Zusätzlich erhöht eine derartige Struktur die Glaubwürdigkeit und öffnet die Tür zu EU- Mitgliedschaft, EU- Richtlinien und Doppelbesteuerungsabkommen.

    EU- Förderungen und Steuergutschriften als Investitonsanreiz: unter bestimmten Voraussetzungen wird ein definierter Prozentsatz der Summe, die in den ersten 3 Jahren investiert wird (inklusive Personalkosten) als Tax Credits gutgeschrieben.

    (Updated March 2017)